JUNI 2021

Titelbild: Ulrike Damm

Liebe Leserinnen und liebe Leser,

herzlich willkommen zur Juni Ausgabe der eXperimenta!

Gleich zu Beginn möchten wir Ihnen zwei Nachrichten mitteilen, von der die Eine einen traurigen und die Andere einen freudigen Anlass hat:
SAID: Deutsch-iranischer Dichter ist seit vielen Jahren mit der eXperimenta verbunden. Am 07. Mai diesen Jahres ist er unerwartet verstorben. In vielen Ausgaben war er mit seiner Lyrik, seinen Essays und Interviews vertreten. Auch zukünftig werden wir Gedichte und Essays von ihm veröffentlichen, die er uns hinterlassen hat. In dieser Ausgabe beginnen wir mit einem Interview mit ihm.

Die Redaktion und die Herausgeber bedanken sich bei dem Dichter SAID für eine wundervolle und kollegiale Zusammenarbeit. Der Abschied fällt uns schwer. Es ist auch nicht einfach, jetzt das Thema zu wechseln. Dennoch dürfen wir uns das gestatten:
Günter Zint, ja der Günter Zint: Kultfotograf seit den Sechzigern des zwanzigsten Jahrhunderts. Mit seiner unverkennbaren fotografischen Handschrift hat dieser Mann ein Stück bundesrepublikanischer Geschichte geschrieben. Seit vielen Jahren ist auch er mit der eXperimenta verbunden. Gelegenheiten, seine Bilderwelten in verschiedenen Ausgaben der eXperimenta zu sehen, gab es genug! In der Juni-Ausgabe 2020 widmeten wir ihm den Titel „Die Zintstoffausgabe“ zu seinem 79. Geburtstag. Am 27. Juni dürfen wir ihm zu seinem 80. Geburtstag gratulieren!
Herzlichen Glückwunsch, lieber Günter, zu deinem Geburtstag wünscht dir die gesamte eXperimenta-Redaktion und die Herausgeber.

In der vorliegenden Juni-Ausgabe beschäftigen wir uns mit dem Voynich-Manuskript. Einer mittelalterlichen Handschrift, die bis heute nicht zu übersetzten ist und zu Spekulationen Anlass gibt. Der Dichter B.S. Ortau hat sich auf die Spurensuche begeben, um herauszufinden, was es mit den „Vermutungen“ über Herkunft und Verfasser (war es vielleicht Nostradamus?) auf sich haben könnte.

Die Berlinerin Ulrike Damm ist ein „Gegenentwurf“ zum Voynich-Manuskript; soeben hat die vielseitige Künstlerin ihren Roman „Kulp und warum er zum Fall wurde“ auf der Leipziger Buchmesse vorgestellt. Ulrike Damm arbeitet ebenfalls mit der Kulturtechnik „Handschrift“ und transformiert sie zu Rauminstallationen, die fast schon eine homöopathische Wirkung auf den Betrachter haben. Begeben Sie sich also auf die Reise vom Mittelalter in die Neuzeit!

Viel Freude beim Lesen der eXperimenta wünscht Ihnen

Rüdiger Heins