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JULI + AUGUST 2016: Ein Sommernachtstraum

Titelbild der eXperimenta von Juli und August 2016

Liebe, Lust und Leidenschaft. Das sind drei Mosaiksteine, die dazu beitragen, unser Leben zu einem kompletten Bild werden zu lassen. Komplett im Sinne von vervollständigen. Aber was heißt das schon? Hier der Versuch einer Erklärung: Ohne Liebe können wir nicht existieren.

Liebe ist das Licht der Seele. Bereits in Shakespeares »Sommernachtstraum« begegnen wir, nüchtern ausgedrückt, dem Themenkomplex Liebe, Lust und Leidenschaft. Wer liebt hier wen, wer liebt hier wen nicht und warum liebt der oder die, die oder den nicht? Das sind die Irrungen und Wirrungen des William Shakespeare, der in seinem Sommernachtstraum, offen gestanden, viel Lärm um Nichts macht. Im aktuellen Shakespeare-Jahr 2016 (Shakespeare starb am 23. April 1616) ist dieser gute Mann der Liebe und der Leidenschaften vor 400 Jahren von der Bühne des Lebens abgetreten. Seine Irrungen und Wirrungen aber sind geblieben. Shakespeare in Love, Shakespeares »never ending tour«. Bob Dylan lässt grüßen.

Wir haben die Sommerausgabe diesem unendlichen Dichter mit dem Titel eines seiner bedeutendsten Stücke gewidmet: Ein Sommernachtstraum in der eXperimenta. Wieder haben sich Autorinnen und Autoren gefunden, die dazu beigetragen haben, diesen kollektiven Sommernachtstraum in unserem Magazin wahr werden zu lassen. Die Linzer Fotografin Birgit Gantze hat diesen Traum mit ihren Fotografien sichtbar gemacht.

Jetzt bleibt mir nur, Ihnen viel Spaß beim Lesen und Schauen der eXperimenta-Sommerausgabe zu wünschen! Entspannen Sie sich schön in diesen Sommermonaten und passen Sie gut auf, dass Sie Shakespeares Puck nicht erwischt, sonst könnte es sein, dass, na ja.

Sie wissen schon …

Rüdiger Heins
Herausgeber

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Doppelseiten-Ausgabe / Ausgabe im Einzelseiten-Format

Warum zwei unterschiedliche Ausgaben?

• Die Einzelseiten-Ausgabe eignet sich zum Drucken auf Papier im Format DIN-A4 und zum Zusammenbasteln, zum Blättern.

• Die Doppelseiten-Ausgabe zeigt – quasi »ungeschnitten und am Stück« – die Schönheit der Fotografien bzw. Illustrationen der mitwirkenden Künstler.
Die Doppelseiten-Ausgabe ermöglicht uns, diesen Fotos und Illustrationen den Raum zu geben, den sie benötigen und verdienen. Allerdings bräuchte es für einen adäquaten Ausdruck einen Drucker für das Format DIN-A3, den wohl die wenigsten zu Hause im Einsatz haben dürften. Druckt man die DS-Ausgabe auf DIN-A4 aus, wird jede Seite auf dieses Format minimiert und eingepasst. Zum Lesen ist dann allerdings eine Lupe nötig …

Eine Bitte der eXperimenta Herausgeber

Im Augenblick arbeiten sechs Redakteurinnen und Redakteure sowie Korrespondenten jeden Monat unentgeltlich an der redaktionellen Herstellung der eXperimenta.

Außerdem haben wir einen hervorragenden Grafiker mit Hans-Jürgen Buch finden können, der unserem Magazin sein künstlerisch beachtenswertes Aussehen gegeben hat.
Unser Webmaster Christoph Spanier sorgt dafür, dass Sie die eXperimenta rechtzeitig abrufen können.

Deswegen bitten wir darum, dass Sie von der Möglichkeit eines Solidaritäts-Abos Gebrauch machen: Sie überweisen dafür einfach einmal im Jahr 24 €. Gerne können Sie auch mehr spenden.

Natürlich können Sie auch weiterhin die eXperimenta kostenlos abrufen, auch ohne Solidaritätsabo.

Wir rechnen mit Ihrer Solidarität und hoffen auf Ihre Spende!

Parallel dazu wollen wir den Anzeigenbereich ausbauen. Gerne nehmen wir Ihre Anzeige in unser Magazin auf. Auf Anfrage senden wir Ihnen eine Preisliste zu.

Die eXperimenta hat mehr als 18.000 Adressat(inn)en in der ganzen Welt. Außerdem sind wir auf vielen Internetportalen vertreten. Zu unseren Adressaten gehören auch Verlage, Sendeanstalten für Radio und Fernsehen sowie Redaktionen von Zeitungen und Zeitschriften.

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Vielen Dank, Ihre eXperimenta Redaktion!

Sonderausgabe: KURSK

Titelbild der eXperimenta-Sonderausgabe KURSK

1. Kurskistisches Manifest

Timo Krstin

verlesen am 5. Februar 2015, dem 99. Geburtstag von Dada, im Cabaret Voltaire

Die Kursk ist der Versuch, dem herrschenden Diskurs ein Wort entgegen zu setzen, das in seiner Reinheit und Klarheit auf eine höhere Sprache verweist und vielleicht einen Ausweg bietet aus der Verstrickung der Sprache selbst in den herrschenden Diskurs, das Wort die Kursk, oder Kursk, oder Kuss und so weiter.

Die Kursk ist ein Wort, das sich erhebt aus der zeitgenössischen Sprache, die heute weniger denn je in der Lage zu sein scheint, sich aus den Fesseln des tagespolitischen Geschwätzes zu lösen, das Sprache reduziert auf mediale Kommunikation. Trotz ihrer kraftlosen Banalität (denn Sprache selbst als der Mensch in seinem Netz spielt in ihr keine Rolle), trägt das tagespolitische Geschwätz auf unseren Bühnen und in unseren Texten das Versprechen einer höheren Authentizität vor sich her wie das Parlament sein Volk, als Entschuldigung.

Die Kursk ist ein Wort auf dem Weg zu einer Sprache, die sich selber wieder ernst nimmt als das, was sie ist, als Sprache und nicht als Vehikel. Die Kursk ist nicht wahrheitsfähig und auf keine erdenkliche Weise individuell, sie ist die Sprache jenseits einer Sprache, die sich selber nur gerechtfertigt sieht, wenn jemand zu ihr sagt: »Du sprichst Wahrhaftes aus.« Die Kursk hat keinen Bezug zum Ich. Die Kursk hat keinen Bezug zur Tagespolitik. Die Kursk ist kein Vehikel.

Download als Einzelseiten-Ausgabe

Download der Doppelseiten-Ausgabe

Sonderausgabe

mit einem Essay von Prof. Dr. Mario Andreotti

Titelbild der eXperimenta-Sonderausgabe

In seinem Essay »Wenn ein Gespräch über Bäume wieder möglich wird« gelingt es Prof. Dr. Mario Andreotti mit ausgesuchten Beispielen aus der Weltliteratur, dem Leser die Essenz literarischer Entfaltungsmöglichkeiten, wissenschaftlich abgeleitet, zu entschlüsseln.

Er beschreibt genau einen interaktiven Vorgang in seiner literarischen Entfaltung, auf den der Glücksforscher Milhaly Csikszentmihalyi hingewiesen hat: Die bewusste Benutzung von Worten bereichere unser Leben, ist dieser überzeugt. Unsere traditionelle Form des Erzählens, das »gesprochene Wort«, hat für ihn einen besonderen Unterhaltungswert, der das Wohlbefinden hebt. Die verbale Kommunikation, bei der interaktiv Worte sich zu wertvollen Informationen verdichten, ist für Csikszentmihalyi im Grunde genommen Hauptzweck einer Unterhaltung.

Download der Sonderausgabe WENN EIN GESPRÄCH ÜBER BÄUME WIEDER MÖGLICH WIRD