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DEZEMBER 2018
Tanz

Titelbild der eXperimenta von Dezember 2018

Liebe Leserinnen und Leser,

bei der Betrachtung des aktuellen Weltgeschehens könnten wir heute sagen:
„No Future“ –
Keine Zukunft für die Menschheit auf dem Planeten Erde! –

Hildegard, die Heilige vom Rupertsberg, hätte das im 11. Jahrhundert auch so sagen können. Damals hätte sie das sicherlich in Latein oder Althochdeutsch gesagt. Wir wissen es heute nicht. Was wir wissen ist, dass sie in der Zukunft der Menschheit eine Chance gesehen hat. „Da wo der Mensch Gott aus seinem Alltag verbannt, versteppt die Erde und der Mensch wird zu einem wilden Tier“ ist eines ihrer Zitate, das im 21. Jahrhundert vermutlich noch mehr Gewicht hat als im Mittelalter.

Die Volksheilige lässt uns mit ihren Visionen teilhaben an einer göttlichen Essenz, die nicht jedem Menschen in dieser besonderen Form zu Teil wird. Das muss auch nicht sein, denn alle Lebewesen auf dieser Erde stehen unter dem Schutz göttlicher Spiritualität, die sich in vielen Formen, Religionen und Praktiken zeigt. Gemeint ist aber immer nur das Eine: Die Liebe, denn „die Essenz aller Religionen ist die Liebe“, so sagte das einmal der Dalai Lama!

Liebe ist Zukunft und Zukunft ist immer. Auch in diesem Augenblick, der in drei Sekunden schon wieder der Vergangenheit angehört, liegt eine Zukunft. Zukunft ist dort, wo wir eine haben wollen. Zukunft gehört denen, die sie sich nehmen. Die Zukunft gehört uns allen!

Solange es aber gesellschaftsfähig ist, im „Nichtfunktionieren“ zu handeln, wird es uns nicht gelingen, etwas zum „Funktionieren“ zu bringen. Bei der Behandlung eines Problems verbringen wir oftmals mehr Zeit mit der Ursache, als mit deren Lösung.

Umdenken ist auch im 21. Jahrhundert angesagt: Wer sich in der Not des Nichtfunktionierens wohlfühlt, hat auch keine Zukunft.

Die Lösungen für ein Problem liegen oft näher, als sie vermutet werden und da, wo wir eine Lösung fnden, ist auch eine Zukunft.

Zukunft fndet in unseren Köpfen, in unseren Bäuchen, in unseren Herzen, in unseren Genen, den Zellen, und was weiß ich wo statt. Zukunft ist da, wo sie willkommen ist.

Zukunft ist eine Vision, eine Leidenschaft, ein Gefühl. Zukunft ist der Wunsch auf etwas Neues! Die Zukunft der Menschheit liegt in der Liebe und dem liebevollen Umgang miteinander. In der Familie, im Alltag, im Weltgeschehen.

Das Einzige, was auf diesem Planeten wirklich globalisierungsfähig ist, ist die Liebe! Und das sind Sie und ich oder Du und ­ Willkommen zur „Vision der Liebe“!

Ihr Rüdiger Heins
www.ruedigerheins.de

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Ausgabe im Einzelseiten-Format / Doppelseiten-Ausgabe

Warum zwei unterschiedliche Ausgaben?

• Die Einzelseiten-Ausgabe eignet sich zum Drucken auf Papier im Format DIN-A4 und zum Zusammenbasteln, zum Blättern.

• Die Doppelseiten-Ausgabe zeigt – quasi »ungeschnitten und am Stück« – die Schönheit der Fotografien bzw. Illustrationen der mitwirkenden Künstler.
Die Doppelseiten-Ausgabe ermöglicht uns, diesen Fotos und Illustrationen den Raum zu geben, den sie benötigen und verdienen. Allerdings bräuchte es für einen adäquaten Ausdruck einen Drucker für das Format DIN-A3, den wohl die wenigsten zu Hause im Einsatz haben dürften. Druckt man die DS-Ausgabe auf DIN-A4 aus, wird jede Seite auf dieses Format minimiert und eingepasst. Zum Lesen ist dann allerdings eine Lupe nötig …

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Sonderausgabe: KURSK

Titelbild der eXperimenta-Sonderausgabe KURSK

1. Kurskistisches Manifest

Timo Krstin

verlesen am 5. Februar 2015, dem 99. Geburtstag von Dada, im Cabaret Voltaire

Die Kursk ist der Versuch, dem herrschenden Diskurs ein Wort entgegen zu setzen, das in seiner Reinheit und Klarheit auf eine höhere Sprache verweist und vielleicht einen Ausweg bietet aus der Verstrickung der Sprache selbst in den herrschenden Diskurs, das Wort die Kursk, oder Kursk, oder Kuss und so weiter.

Die Kursk ist ein Wort, das sich erhebt aus der zeitgenössischen Sprache, die heute weniger denn je in der Lage zu sein scheint, sich aus den Fesseln des tagespolitischen Geschwätzes zu lösen, das Sprache reduziert auf mediale Kommunikation. Trotz ihrer kraftlosen Banalität (denn Sprache selbst als der Mensch in seinem Netz spielt in ihr keine Rolle), trägt das tagespolitische Geschwätz auf unseren Bühnen und in unseren Texten das Versprechen einer höheren Authentizität vor sich her wie das Parlament sein Volk, als Entschuldigung.

Die Kursk ist ein Wort auf dem Weg zu einer Sprache, die sich selber wieder ernst nimmt als das, was sie ist, als Sprache und nicht als Vehikel. Die Kursk ist nicht wahrheitsfähig und auf keine erdenkliche Weise individuell, sie ist die Sprache jenseits einer Sprache, die sich selber nur gerechtfertigt sieht, wenn jemand zu ihr sagt: »Du sprichst Wahrhaftes aus.« Die Kursk hat keinen Bezug zum Ich. Die Kursk hat keinen Bezug zur Tagespolitik. Die Kursk ist kein Vehikel.

Download als Einzelseiten-Ausgabe

Download der Doppelseiten-Ausgabe

Sonderausgabe

mit einem Essay von Prof. Dr. Mario Andreotti

Titelbild der eXperimenta-Sonderausgabe

In seinem Essay »Wenn ein Gespräch über Bäume wieder möglich wird« gelingt es Prof. Dr. Mario Andreotti mit ausgesuchten Beispielen aus der Weltliteratur, dem Leser die Essenz literarischer Entfaltungsmöglichkeiten, wissenschaftlich abgeleitet, zu entschlüsseln.

Er beschreibt genau einen interaktiven Vorgang in seiner literarischen Entfaltung, auf den der Glücksforscher Milhaly Csikszentmihalyi hingewiesen hat: Die bewusste Benutzung von Worten bereichere unser Leben, ist dieser überzeugt. Unsere traditionelle Form des Erzählens, das »gesprochene Wort«, hat für ihn einen besonderen Unterhaltungswert, der das Wohlbefinden hebt. Die verbale Kommunikation, bei der interaktiv Worte sich zu wertvollen Informationen verdichten, ist für Csikszentmihalyi im Grunde genommen Hauptzweck einer Unterhaltung.

Download der Sonderausgabe WENN EIN GESPRÄCH ÜBER BÄUME WIEDER MÖGLICH WIRD